DIN 1946-6 · 2019-12 Festpreis ab €149

Lüftungskonzept,
prüffähig in fünf Werktagen.

Sie laden Grundriss und ein paar Eckdaten hoch. Wir rechnen die Volumenströme nach DIN 1946-6, schlagen das passende Verfahren vor und liefern das prüffähige PDF. Ob Fenstertausch, Sanierung, Neubau oder BAFA Antrag: das Dokument hält der Prüfung stand, ohne Vor Ort Termin.

Norm
DIN 1946-6 · DIN EN 16798-3
Lieferzeit
5 Werktage, üblich
Dokument
Prüffähiges PDF, digital signiert
Geltung
Bundesweit, alle 16 Länder

Leistungsversprechen

01

Festpreis

Was Sie sehen, zahlen Sie. Keine Stundenabrechnung, keine Nachforderung am Ende.

02

Prüffähig

Aufgebaut nach DIN 1946-6. Akzeptiert von Bauamt, BAFA und KfW.

03

Online Workflow

Grundriss hochladen, Daten ergänzen, freigeben. Bei den meisten Häusern reicht das.

04

Bundesweit

Wir arbeiten in allen 16 Bundesländern. Die Norm ist überall dieselbe, die Bauaufsicht nicht.

Kennzahlen

Vier Zahlen, mehr braucht es nicht.

N° 01 · Preis

ab149 €

Einstiegspreis Einfamilienhaus

N° 02 · Lieferzeit

5Werktage

übliche Bearbeitungsdauer

N° 03 · Reichweite

16Länder

bundesweit tätig

N° 04 · Tiefe

11Themen

vertiefende Ratgeberseiten

Definition

Was ist ein Lüftungskonzept

Im Kern steht eine simple Frage: Reicht die Luft, die durch Fenster und Fugen ohnehin strömt, oder muss Technik nachhelfen? Genau das klärt das Lüftungskonzept, schwarz auf weiß. Maßgeblich ist DIN 1946-6 für Wohngebäude, für Nichtwohngebäude rechnet DIN EN 16798-3.

Die Norm kennt vier Lüftungsstufen. Die wichtigste, der Feuchteschutz, läuft ohne Sie. Sie können niemandem zumuten, alle vier Stunden ans Fenster zu gehen, nur damit kein Schimmel kommt. Die Lösung steht im Konzept: ausreichende Fensterflächen, Außenluftdurchlässe oder eine Lüftungsanlage. Fehlt diese Auslegung, beginnt im Schadensfall die Diskussion mit Versicherung, Mieter oder Förderstelle. Schimmel vermeiden startet eben nicht beim Lüftungstipp, sondern bei der Notwendigkeitsprüfung.

Sinnvoll wird das Konzept, wenn Sie es weiterdenken. Welche Filterklasse passt im Schlafzimmer, wer wartet die Anlage, wer prüft die Hygiene alle drei Jahre? Diese Punkte gehören in den Wartungsvertrag und in die Hygieneprüfung nach VDI 6038. So wird aus einer einmaligen Hürde der Grundstein für zwei Jahrzehnte ruhigen Betrieb.

Vier Schutzziele

  • Feuchteschutz: Mindestlüftung gegen Schimmel, nutzerunabhängig.
  • Reduzierte Lüftung: Hygienestandard bei reduzierter Anwesenheit.
  • Nennlüftung: Standardstufe bei normaler Nutzung.
  • Intensivlüftung: Spitzenlast nach Duschen, Kochen oder Besuch.

Drei Bestandteile

  • Berechnung: Volumenströme je Lüftungsstufe in m³/h.
  • Verfahren: freie Lüftung oder ventilatorgestützte Lüftung, je Wohneinheit.
  • Nachweis: Dokumentation mit Deckblatt, Berechnung, Plan und Unterschrift.

So sieht der Alltag aus

Reihenhaus, Baujahr Mitte der Achtziger, gut 130 m². Der Eigentümer tauscht alle Fenster gegen dichte Kunststoffmodelle. Mit den alten Holzkästen ist immer ein wenig Luft durch die Fugen gegangen, das fällt jetzt weg. An den Wärmebrücken im Schlafzimmer sammelt sich Feuchtigkeit, der Schimmel ist eine Frage von Wochen. Das Lüftungskonzept rechnet die nötigen Volumenströme nach und empfiehlt Außenluftdurchlässe in den Schlafzimmerfenstern plus Stoßlüftung im Bad. Das BAFA akzeptiert die Lösung als Bestandteil der Einzelmaßnahme Fenster, der Eigentümer behält die Förderung.

Lüftungsstufen

Vier Lüftungsstufen nach DIN 1946-6

Die Norm sortiert die Lüftung in zwei Kategorien: was sein muss, und was guttut. Die ersten beiden Stufen laufen ohne Sie, sie sind reiner Bauteilschutz. Die oberen zwei richten sich danach, wer gerade zu Hause ist und was die Wohnung tatsächlich braucht.

Feuchteschutz

Hält Wärmebrücken und Badwände trocken, ganz ohne Zutun. Auslegung meist 0,3 bis 0,4 facher Luftwechsel pro Stunde.

nutzerunabhängig

Reduzierte Lüftung

Sichert die Hygiene, wenn niemand zuhause ist, etwa bei Urlaubsabwesenheit. Etwa 0,5 facher Luftwechsel pro Stunde.

teil nutzerunabhängig

Nennlüftung

Der Alltagsbetrieb. Ausgelegt auf eine durchschnittliche Belegung der Wohnung, weder zu sparsam noch verschwenderisch.

nutzerabhängig

Intensivlüftung

Die Spitzenlast: nach dem Duschen, beim Kochen, wenn Besuch da ist. Klassisch per Stoßlüftung oder Boost Taste der Anlage.

nutzerabhängig

Pflichtfälle

Wann ein Lüftungskonzept Pflicht ist

Sechs Anlässe nennt die Norm, bei denen das Konzept fällig wird. Bußgeld droht keines, anerkannte Regel der Technik heißt etwas anderes: Wer sie ignoriert, haftet im Schadensfall. Die Liste wird trotzdem schnell teuer. Das BAFA streicht die Förderung, Versicherer kürzen bei Wasserschäden, Mieter mindern um 10 bis 30 Prozent, und eine Schimmelsanierung kostet zwischen 1.000 und 8.000 Euro. Wer den Wartungsvertrag gleich mitdenkt, hat das Thema langfristig vom Tisch. Wer beim BAFA Antrag den iSFP dazu nimmt, holt zusätzlich 5 Prozent Bonus. Wer zur ganzheitlichen Sanierungsplanung einen iSFP mit Energieausweis kombiniert, dokumentiert den energetischen Ist Zustand sauber und sichert die Förderboni langfristig ab.

Fall 1

Neubau eines Wohngebäudes

Hier gibt es keine Schwellwerte. Im Neubau wird jede Lüftungsstufe vollständig nachgewiesen, von der Doppelhaushälfte bis zur Stadtvilla.

Fall 2

Fenstertausch über ein Drittel

Mehr als ein Drittel der Fenster raus, dichte Modelle rein. Die Reserve aus Fugenleckagen fehlt jetzt, das Konzept muss her.

Fall 3

Dachsanierung über ein Drittel

Wer mehr als ein Drittel der Dachfläche dichter macht, löst dieselbe Pflicht aus wie beim Fenstertausch. Aufdachdämmung zählt, reine Eindeckung nicht.

Fall 4

BAFA Einzelmaßnahme

Wer Fenster über die BEG fördern lässt, reicht das Konzept als Pflichtanlage mit ein. Ohne dieses Dokument kein Bescheid.

Fall 5

Mehrfamilienhaus mit Modernisierung

Jede Modernisierung dichtet die Hülle weiter ab. Eigentümer haften für Mietmängel, das Konzept hält den Rücken frei. Für die Vermietung in der Region empfiehlt sich begleitend ein Maklerservice in Köln und Umgebung.

Fall 6

Nichtwohngebäude

Schule, Büro, Arztpraxis. Hier rechnet DIN EN 16798-3 mit Personen und Schadstoffen statt mit Wohnfläche.

Wo es regelmäßig hakt

An der Drittel Regel scheitern die meisten. Zwölf Fenster im Reihenhaus, fünf neue: über dem Schwellwert. Vier neue: knapp drunter. Wer dabei rät statt rechnet, riskiert die Förderung. Im Konzept wird die Zahl auf der ersten Seite festgehalten, das beendet die Diskussion mit der Bauaufsicht. Pflicht im Detail.

Verfahrensvergleich

Freie Lüftung gegen ventilatorgestützte Lüftung

Beides ist normgerecht, beides hat Berechtigung. Im Altbau gewinnt oft die freie Lüftung, im Passivhaus die Anlage. Die Tabelle stellt die Unterschiede nüchtern nebeneinander, damit Sie sich entscheiden können, ohne lange Beratung.

Eigenschaft Freie Lüftung Abluftanlage Zu Abluft mit WRG
Investition niedrig (ALD je Fenster) mittel hoch
Stromverbrauch keiner 15 bis 40 W dauerhaft 30 bis 80 W dauerhaft
Wärmerückgewinnung keine keine bis zu 90 Prozent
Schallpegel abhängig von Außenlage typisch 25 bis 35 dB(A) typisch 22 bis 30 dB(A)
Komfort nutzerabhängig kontinuierlich höchster Komfort
Geeignet für Altbau, kleinere EFH Sanierung, MFH Neubau, Passivhaus
Wartung Filter ALD jährlich Filter halbjährlich Filter halbjährlich, Wärmetauscher jährlich
Was kostet ein Lüftungskonzept

Kosten für ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6

149 Euro für ein Einfamilienhaus online, 1.500 Euro für ein größeres Mehrfamilienhaus mit Vor Ort Aufnahme: zwischen diesen Eckpunkten bewegen sich die meisten Fälle. Was den Preis treibt: Gebäudegröße, Anzahl Wohneinheiten, der Anlass und wie tief der Nachweis gehen muss. Mehr Details zu BAFA Förderung und Software und Tool.

Variante Preisspanne Lieferzeit Vor Ort Termin Geeignet für
Online Konzept EFH 149 bis 290 Euro fünf Werktage nein Einfamilienhaus, Reihenhaus
Online Konzept MFH 290 bis 690 Euro sieben Werktage nein Mehrfamilienhaus bis sechs Wohneinheiten
Vor Ort Aufnahme 450 bis 900 Euro zwei bis drei Wochen ja Altbauten ohne Pläne, komplexe Geometrie
Großes MFH oder Quartier 800 bis 1.500 Euro zwei bis vier Wochen auf Wunsch ab acht Wohneinheiten
Nichtwohngebäude 700 bis 2.500 Euro nach Aufwand üblich Schule, Büro, Praxis, Hotel

Vier Einflussfaktoren auf den Preis

Faktor 1

Gebäudegröße

Wohnfläche, Anzahl Wohneinheiten und Anzahl Geschosse bestimmen den Rechenaufwand.

Faktor 2

Anlass

Fenstertausch ist meist günstiger als Komplettsanierung. Neubau hat den höchsten Detailbedarf.

Faktor 3

Datenlage

Liegen Grundrisse digital vor, wird es günstig. Ohne Pläne ist eine Vor Ort Aufnahme nötig.

Faktor 4

Nachweistiefe

Reines Lüftungskonzept oder mit Auslegung der Anlage und Stücklisten. Letzteres kostet mehr.

Kostenrechner Schnellansicht

Kombination aus Gebäudetyp, Wohnfläche und Anlass ergibt eine indikative Spanne. Die finale Quote folgt nach Sichtung der Unterlagen.

  • Einfamilienhaus + Fenstertausch + bis 100 m²: 149 bis 220 Euro
  • Einfamilienhaus + Fenstertausch + 100 bis 200 m²: 190 bis 290 Euro
  • Mehrfamilienhaus + Sanierung + 200 bis 400 m²: 390 bis 690 Euro
  • Nichtwohngebäude + Sanierung + über 400 m²: ab 890 Euro

Kostenfalle vermeiden

Drei Punkte verteuern Konzepte fast immer: nachträgliche Vor Ort Aufnahme nach unklaren Plänen, Eilauftrag unter 48 Stunden und das Nachreichen einer Anlagenauslegung, die ursprünglich nicht beauftragt war. Klar definierte Pakete vermeiden diese Stolperfallen.

Lüftungskonzept beim Fenstertausch

Volumenströme

Volumenströme nach Wohnungsgröße

Die Werte stammen aus DIN 1946-6 und sind als Richtwerte für die Grobplanung gedacht. Die finale Auslegung erfolgt im Konzept individuell, weil Personenzahl, Querlüftung und Außenklima eingehen. Im Tab darüber wechseln Sie zwischen den Wohnungsgrößen, die Tabelle aktualisiert sich live. So lassen sich verschiedene Auslegungsfälle direkt vergleichen, ohne die Seite zu wechseln.

Lüftungsstufe Volumenstrom in m³/h Auslegungs Luftwechsel Anwendung
Feuchteschutz 30 0,3 fach nutzerunabhängig
Reduzierte Lüftung 48 0,5 fach teil nutzerabhängig
Nennlüftung 70 0,7 fach nutzerabhängig
Intensivlüftung 95 1,0 fach Spitzenlast

Erläuterung Luftwechsel

Ein 0,5 facher Luftwechsel bedeutet, dass die Hälfte der Raumluft pro Stunde ausgetauscht wird. Der Standard für moderne Wohnungen liegt zwischen 0,3 und 0,5 außerhalb der Spitzenlast. Höhere Werte deuten auf Undichtigkeiten oder Überlüftung hin.

Hinweis zur Auslegung

Die Tabelle zeigt Vergleichswerte. Im Konzept wird je Wohnung individuell gerechnet. Eingangsgrößen sind unter anderem Personenzahl, Fensterflächen, Querlüftungseignung und die Klimazone des Standorts. Ausführliche Erläuterung der DIN 1946-6.

Live Rechner

Volumenstromrechner für Ihre Wohnung

Schieber bewegen, Personenzahl wählen, Volumenstrom je Lüftungsstufe in m³/h. Die Werte folgen dem vereinfachten Verfahren der DIN 1946-6 und liefern eine erste Einordnung. Die finale Auslegung im Konzept rechnet raumweise mit Personenzahl, Querlüftungseignung und Klimazone. Wer den Rechner nutzt, sieht in unter zehn Sekunden, ob freie Lüftung mit Außenluftdurchlässen reicht oder ob eine Anlage mit Wärmerückgewinnung sinnvoll wird. Die Empfehlung darunter aktualisiert sich live mit jeder Eingabe.

40 m²300 m²

Hinweis

Werte sind Richtwerte für die erste Orientierung. Die finale Auslegung erfolgt im Lüftungskonzept individuell pro Wohnung mit Bezug auf DIN 1946-6.

Feuchteschutz

50 m³/h

Mindestlüftung, nutzerunabhängig

Reduzierte Lüftung

80 m³/h

Hygiene bei reduzierter Anwesenheit

Nennlüftung

115 m³/h

Standardbetrieb

Intensivlüftung

155 m³/h

Spitzenlast nach Duschen, Kochen

Verfahrensempfehlung

Freie Lüftung mit Außenluftdurchlässen, ergänzt durch Schachtlüftung im Bad

Schnellcheck mit detailliertem Konzept starten

Selbsttest

Brauche ich überhaupt ein Lüftungskonzept

Fünf Fragen, eine Minute. Am Ende bekommen Sie eine konkrete Empfehlung mit Pfad zur passenden Themenseite.

Frage 1 von 5

Was ist Anlass für das Konzept?

Empfehlung

Bitte beantworten Sie die Fragen links. Ihre Empfehlung erscheint live.

Zum Schnellcheck
Aktuelle Diskussion

Drittel Regel oder Gesamtbetrachtung

Ein Streitthema in der Branche. Reicht es, exakt 33 Prozent der Fenster zu tauschen, um unter den Schwellwert zu kommen?

Position Norm

Die DIN 1946-6 nennt den Schwellwert klar. Wer ihn unterschreitet, ist formal nicht zur Erstellung verpflichtet. Trotzdem wird die Empfehlung ausgesprochen, ein Konzept anzufertigen, sobald die Hülle sich messbar verändert.

Position Praxis

Schimmelschäden treten unabhängig vom prozentualen Anteil auf. Kommt nur ein Schlafzimmer mit dichten Fenstern hinzu, kann das Raumklima kippen. Eine Risikobewertung schadet selbst unter dem Schwellwert nicht.

So erstellen wir Ihr Konzept

Lüftungskonzept erstellen in fünf Schritten

Vom Schnellcheck bis zum prüffähigen PDF in fünf Werktagen. Jeder Schritt wird per E Mail bestätigt, der Status ist jederzeit einsehbar.

1

Schnellcheck

Vier Eingaben in unter zwei Minuten. Sie erhalten eine indikative Preisspanne.

2

Datenaufnahme

Sie laden Grundriss, Raumliste und Fensterflächen hoch. Bei Lücken folgt eine Rückfrage.

3

Berechnung

Volumenströme nach DIN 1946-6, Lüftungsstufen, Wohnungsbilanz. Software gestützt, plausibilisiert.

4

Verfahrensauswahl

Wir empfehlen freie oder ventilatorgestützte Lüftung je Raum, mit Begründung und Alternativen.

5

Prüffähiges Dokument

PDF mit Deckblatt, Berechnung, Bauteilkatalog, Plan und Unterschrift. Direkt an BAFA, Behörde oder Energieberater.

Lüftungssysteme

Fünf Systeme im Lüftungskonzept

Die folgenden fünf Systeme decken nahezu jede Aufgabe ab. Welche Lösung passt, hängt von Gebäude, Sanierungsstand und Komfortanspruch ab.

Fensterlüftung mit ALD

Außenluftdurchlässe im Fensterrahmen oder in der Wand sichern den Feuchteschutz nutzerunabhängig. Klassische Lösung beim Fenstertausch.

Aufbau: Filter, Schalldämpfer, Klappe, Gitter

Schachtlüftung

Vertikaler Schacht, klassisch im innenliegenden Bad und WC. Funktioniert über Thermik und Winddruck.

Aufbau: Schachtrohr, Endgerät, Wartungsklappe

Abluftanlage

Mechanische Abluft in Küche und Bad, Zuluft strömt durch ALD nach. Mittlere Investition, ohne Wärmerückgewinnung.

Aufbau: Ventilator, Kanalnetz, Volumenstromregler

Zu Abluftanlage mit WRG

Zentrales Gerät mit Wärmetauscher, kontrollierte Lüftung in jeder Wohnung. Höchster Komfort, höchste Investition.

Aufbau: Lüftungsgerät, Wärmetauscher, Kanal, Auslässe

Dezentrale Geräte

Wandgeräte mit kleinem Wärmespeicher, raumweise Lösung im Bestand. Schnelle Nachrüstung ohne Kanalnetz.

Aufbau: Wandhülse, Kernmodul, Innengitter, Außengitter

Welches System passt

Der Schnellcheck oben bündelt Eingaben und schlägt das passende System vor. Detailauswahl folgt im Konzept.

Schnellcheck starten
Materialien

Komponenten und Materialien

Vier Komponenten tauchen in fast jedem Lüftungskonzept auf. Sie bestimmen Akustik, Hygiene und Energieaufwand.

Außenluftdurchlässe

Kunststoff oder Aluminium, mit Filter und Schalldämpfer. Wartungsfreundliche Modelle reinigen sich einmal jährlich.

Lüftungsleitungen

Wickelfalzrohr, Spiralfalzrohr oder Flachkanal aus verzinktem Stahl, alternativ Kunststoff mit antistatischer Innenseite.

Schalldämpfer

Telefonieschalldämpfer in Wohnungstrennwänden, Kulissenschalldämpfer im Strang. Senken Geräusch und Übersprechen.

Filter

Staubklasse ePM10 50 für Außenluft, ePM1 70 bei Allergikern. Wechselintervalle drei bis sechs Monate.

Praxisfälle

Drei Praxisfälle

Drei typische Konstellationen, wie sie immer wieder über den Tisch wandern. Adressen und Personen sind weggelassen, Geometrie und Sanierungsstand bleiben realistisch. Was die drei Fälle eint: Die Wahl zwischen freier Lüftung und Anlage entscheidet sich nicht am Bauchgefühl, sondern an Geometrie, Belegung und Heizgradtagen. Hintergrund zur Schimmelvermeidung und zur Hygieneprüfung nach VDI 6038.

Fall 1 · Reihenhaus 80er

Fenstertausch im Bestand

Reihenhaus, gut 130 m², drei Schlafzimmer, ein innenliegendes Bad. Vierzehn Fenster gehen raus, dichte Kunststoffmodelle kommen rein. Bisher hat die Hülle über Fugen mitgeatmet, das ist vorbei.

Empfehlung im Konzept: drei Außenluftdurchlässe im Erdgeschoss, drei oben, dazu Schachtlüftung im Bad. BEG Einzelmaßnahme greift, weil das Dokument zum Antrag dazugelegt wird. Konzeptkosten in der Größenordnung von 220 Euro. Wie sich eine energetische Sanierung inklusive Lüftungskonzept auf den Immobilienwert auswirkt, zeigt eine Einschätzung zur Wertsteigerung durch Sanierung.

Fall 2 · Mehrfamilienhaus 70er

Komplettsanierung im Bestand

Hofgebäude mit sieben Wohneinheiten, Vollsanierung mit Dämmung und neuen Fenstern. Eigentümer kalkuliert auf zwei Jahrzehnte.

Geplant war eine simple Abluftanlage. Die Auslegung zeigt: zentrale Zu Abluft mit Wärmerückgewinnung läuft günstiger im Strom und ist über die BEG förderfähig. Konzeptkosten rund 690 Euro, die Mehrinvestition in die Anlage rechnet sich rechnerisch im niedrigen zweistelligen Jahresbereich. Vor einem späteren Verkauf lassen Eigentümer den Marktwert beim Verkauf bewerten, um die Sanierungskosten in der Preisbildung sauber zu spiegeln.

Fall 3 · Grundschule 60er

Schulsanierung mit CO₂ Vorgabe

Achtzehn Klassenräume, Baujahr Ende der Sechziger, energetische Sanierung. Hier rechnet DIN EN 16798-3 personenbasiert. Schulträger gibt vor: CO₂ Konzentration unterhalb 1.000 ppm.

Im Konzept landen pro Klassenraum rund 30 m³/h pro Schüler über eine zentrale Anlage je Geschoss. Konzeptkosten im niedrigen vierstelligen Bereich, die Anlageninvestition wird über BEG Nichtwohngebäude bezuschusst. Details Nichtwohngebäude.

Acht häufige Fehler

Was beim Lüftungskonzept oft schiefgeht

Acht Stolperstellen, die in jeder zweiten Beratung auftauchen. Sortiert nach Häufigkeit. Wer das Konzept als bürokratische Pflicht abhakt statt als Werkzeug versteht, landet in zwei bis drei dieser Fallen. Die Rechnung danach: Ein gut gemachtes Konzept kostet online zwischen 149 und 290 Euro. Ein abgelehnter BAFA Antrag kostet 3.000 bis 8.000 Euro Fördergeld, plus die Komponenten, die hinterher trotzdem nachgerüstet werden müssen.

  1. 01

    Stoßlüftung als Ersatz

    Stoßlüftung deckt nur die Intensivlüftung ab. Der Feuchteschutz bleibt offen.

  2. 02

    Drittel Regel falsch verstanden

    Bezugsgröße ist die Anzahl der Fenster oder die Dachfläche, nicht die Wohnfläche.

  3. 03

    ALD zu klein dimensioniert

    Standard ALD reichen oft nicht für moderne luftdichte Hüllen. Auslegung im Konzept ist Pflicht.

  4. 04

    Kein Konzept beim Fenstertausch eingereicht

    BAFA verweigert Förderung. Nachweis muss zur Bestätigung beim Antrag vorliegen.

  5. 05

    Falsche Norm bei Nichtwohngebäuden

    DIN 1946-6 gilt für Wohngebäude. Schulen und Büros benötigen DIN EN 16798-3 mit Personenbezug.

  6. 06

    Querlüftung überschätzt

    Querlüftung benötigt Fenster auf gegenüberliegenden Außenwänden. Nicht jede Wohnung erfüllt das.

  7. 07

    Keine Bilanzierung der Wohnung

    Zu und Abluft müssen sich ausgleichen. Disbalance führt zu Druckunterschieden und Schimmel.

  8. 08

    Wartung vergessen

    Filter, ALD und Wärmetauscher brauchen Wartung. Ohne Plan im Konzept verfällt der Schutz nach zwei Jahren.

Normen und Gesetze

DIN 1946-6 und Umfeld

Vier Normen und ein Gesetz prägen das Lüftungskonzept im Wohn und Nichtwohnbereich. Die Übersicht ordnet die wichtigsten Quellen ein.

Norm

DIN 1946-6

Zentrale Norm für die Lüftung von Wohngebäuden. Regelt Lüftungsstufen, Auslegung und Verfahrensauswahl. Aktuelle Fassung von 2019, ergänzt 2021.

Norm

DIN EN 16798-3

Europäische Norm für die Lüftung in Nichtwohngebäuden. Personen und schadstoffbasierte Volumenströme, ergänzt VDI 6038.

Gesetz

GEG

Gebäudeenergiegesetz, in Kraft seit 2020. Bündelt EnEV und EEWärmeG, fordert energieeffiziente Lüftung in Verbindung mit Wärmedämmung.

Norm

DIN EN 13141

Prüfung der Leistung von Bauteilen für die Lüftung von Wohnungen. Maßgeblich bei der Auslegung von ALD und dezentralen Geräten.

Mustergliederung

So sieht ein prüffähiges Lüftungskonzept aus

Die Gliederung folgt dem Aufbau, den Sachverständige und Förderstellen erwarten. Verbindliche Pflichtangaben sind das Deckblatt, die Bilanz je Wohneinheit und der Bauteilkatalog. Beispiele und Mustervarianten unter Beispiel und Muster.

Mustergliederung in zehn Kapiteln

  1. Deckblatt mit Objekt, Aussteller, Datum und Unterschrift
  2. Auftrag und Anlass
  3. Beschreibung des Gebäudes inkl. Pläne und Geometrie
  4. Notwendigkeitsprüfung nach DIN 1946-6
  5. Berechnung der Volumenströme je Lüftungsstufe
  6. Auswahl Verfahren je Wohnung oder Raum
  7. Auslegung der Komponenten (ALD, Schacht, Anlage)
  8. Bilanz Zuluft und Abluft
  9. Hinweise zur Wartung und Hygiene
  10. Anhang: Datenblätter, Pläne, Berechnungsausdrucke

Beispiel Deckblatt

Lüftungskonzept nach DIN 1946-6

Objekt: Reihenhaus, Wohnfläche 134 m²

Anlass: Fenstertausch im Rahmen der BEG Einzelmaßnahme

Aussteller: Initialen und Funktion

Datum: TT.MM.JJJJ

Verfahren: Freie Lüftung mit ALD, Schachtlüftung Bad

Beispielhafte Darstellung. Kein realer Auftrag.

Bauteilkatalog

  • ALD im Schlafzimmerfenster, ePM10 50 Filter, 30 m³/h
  • Schachtlüftung Bad, Querschnitt 200 cm², Endgerät Boost
  • Telefonieschalldämpfer in Wohnungstrennwand
Wer erstellt das Konzept

Drei Auswahlkriterien für den Fachplaner

Lüftungskonzepte erstellen Fachplaner, Energieberater, Architekten, Schornsteinfeger und Lüftungsfachbetriebe. Wichtig sind Norm Kenntnis, prüffähige Dokumentation und Erreichbarkeit bei Rückfragen.

Kriterium 1

Nachgewiesene Erfahrung mit DIN 1946-6 in der jeweiligen Gebäudekategorie. Referenzen oder Musterdokumente vorab anfordern.

Kriterium 2

Festpreis vor Beauftragung. Stundenmodelle führen häufig zu Mehrkosten, sobald Daten unvollständig sind.

Kriterium 3

Erreichbarkeit für Rückfragen aus BAFA, Bauamt oder Sanierungsteam. Klare Kontaktwege im Konzept hinterlegt.

Regionaler Überblick

Lüftungskonzept in allen 16 Bundesländern

DIN 1946-6 gilt bundesweit identisch. Unterschiede ergeben sich aus Klimazone, Verfahrenskultur und ergänzenden Förderprogrammen der Länder.

Bundesland Klimazone Häufiges Verfahren Ergänzende Förderung
Baden Württembergwarm gemäßigtZu Abluft mit WRGL Bank Programme
BayernkontinentalZu Abluft mit WRGBayEnergiebonusBau
Berlinmaritim kontinentalAbluftanlageIBB Programme
BrandenburgkontinentalAbluftanlageILB Programme
BremenmaritimFreie Lüftung mit ALDBremer Modernisierungsprogramme
HamburgmaritimFreie Lüftung mit ALDIFB Hamburg
Hessenwarm gemäßigtZu Abluft mit WRGWI Bank
Mecklenburg Vorpommernmaritim kontinentalAbluftanlageLandesförderbank
NiedersachsenmaritimFreie Lüftung mit ALDNBank
Nordrhein WestfalenmaritimAbluftanlageNRW Bank progres.nrw
Rheinland Pfalzwarm gemäßigtZu Abluft mit WRGISB Programme
Saarlandwarm gemäßigtAbluftanlageSIKB
SachsenkontinentalZu Abluft mit WRGSAB Programme
Sachsen AnhaltkontinentalAbluftanlageIB Sachsen Anhalt
Schleswig HolsteinmaritimFreie Lüftung mit ALDIB SH
ThüringenkontinentalAbluftanlageTAB Programme

Verfahrenstypen im regionalen Vergleich

In Norddeutschland setzen Sanierer häufiger auf freie Lüftung mit ALD, weil maritime Klimazone und Wind günstige Druckverhältnisse bieten. Im Süden dominieren Zu Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung, weil hohe Heizgradtage die Investition schneller amortisieren. In Großstädten wie Berlin und Köln sind reine Abluftanlagen verbreitet, weil Sanierungen häufig im belebten Wohnumfeld stattfinden.

Regionale Schwerpunkte

Förderprogramme der Länder ergänzen den Bundesrahmen. Baden Württemberg fördert über die L Bank den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. NRW unterstützt mit progres.nrw den Austausch ineffizienter Bestandsanlagen. Bayern bündelt unter BayEnergiebonusBau Zuschüsse für ganzheitliche Sanierungen. Im Konzept lohnt sich der Hinweis, sodass Antragsteller die Kombi nutzen können.

Synergie

Lüftungskonzept und Energieausweis

Ein Lüftungskonzept liefert Eingangsdaten für den Energieausweis. Volumenströme, Wärmerückgewinnung und Lüftungsverluste fließen in die energetische Bilanz ein. Wer beides parallel beauftragt, vermeidet doppelte Datenaufnahme und spart Zeit. Mehr unter energieausweis-erstellen24.de.

Vertiefende Themen

Verwandte Themenseiten

14 Themenseiten zur Vertiefung. Pro Seite zwischen 1.000 und 1.700 Wörtern, mit Schwerpunkt auf Pflicht, Kosten, Verfahren, Schimmelvermeidung, Wartung und Hygiene. Jede Seite enthält eine Tabelle, einen vollständigen Praxisfall, fünf FAQ Antworten und eine Cross Linking Karte zu den jeweils thematisch nächsten passenden Themen.

Norm

DIN 1946-6 im Detail

Aufbau, Lüftungsstufen, Anwendungsbereich und Abgrenzung zur Vorgängernorm.

Lesen

Fenstertausch

Lüftungskonzept beim Fenstertausch

Wann es Pflicht ist, was es kostet und wie das BAFA es prüft.

Lesen

Pflicht

Lüftungskonzept Pflicht

Sechs Fälle, in denen die Norm den Nachweis vorschreibt, plus typische Streitpunkte.

Lesen

BAFA

BAFA Förderung Fenster

15 Prozent Zuschuss bei Fenstertausch, Voraussetzungen und Antragsablauf.

Lesen

Altbau

Lüftungskonzept Altbau

Pflicht und Praxis bei Bestandsbauten ab 1949 inkl. typischer Schadensfälle.

Lesen

Neubau

Lüftungskonzept Neubau

Pflichtumfang, KfW Effizienzhaus Stufen und Anlagenkonzepte.

Lesen

EFH

Lüftungskonzept Einfamilienhaus

Auslegung typischer Wohnungen mit drei bis fünf Schlafräumen, Kosten und Verfahren.

Lesen

NWG

Lüftungskonzept Nichtwohngebäude

Schule, Büro, Praxis. Berechnung nach Personen und Schadstoffen.

Lesen

Frei

Lüftungskonzept Fensterlüftung

Fensterlüftung als Verfahren, Grenzen, Anforderungen, ALD Auswahl.

Lesen

Tool

Software und Tool

Welche Software professionell rechnet und welche kostenlosen Tools eine erste Einschätzung liefern.

Lesen

Beispiel

Beispiel und Muster

Mustergliederung, Beispiel Deckblatt, Bauteilkatalog. Was ein Konzept enthalten muss.

Lesen

Schimmel

Schimmel verhindern

Ursachen, kritische Stellen, Verfahren ALD und Anlage, Mietrecht und Praxisfall Reihenhaus.

Lesen

Wartung

Wartungsvertrag

Inhalte, Intervalle und Kosten 180 bis 320 Euro pro Jahr. Vergleich der drei Vertragsmodelle.

Lesen

Hygiene

Hygieneprüfung VDI 6038

Drei Jahres Audit, Probennahme, Befund Bewertung und Praxisfall Mehrfamilienhaus mit Aspergillus Fund.

Lesen
Häufige Fragen

FAQ Lüftungskonzept

Zehn Fragen, die in fast jeder Beratung kommen. Die Norm liest sich sperrig, die Antworten müssen das nicht.

Wann ist ein Lüftungskonzept Pflicht?

Bei Neubauten und bei Sanierungen, sobald mehr als ein Drittel der Fenster getauscht oder mehr als ein Drittel der Dachfläche gegen Außenluft saniert wird. Grundlage ist DIN 1946-6.

Was kostet ein Lüftungskonzept?

Online ab 149 Euro für ein Einfamilienhaus, vor Ort meist 350 bis 800 Euro. Mehrfamilienhäuser zwischen 400 und 1.500 Euro je nach Wohneinheiten. Detail unter Kosten.

Wer darf ein Lüftungskonzept erstellen?

Fachplaner, Energieberater, Architekten, Schornsteinfeger und Lüftungsfachbetriebe. Wichtig ist die Einhaltung von DIN 1946-6 und eine prüffähige Dokumentation.

Ist ein Lüftungskonzept beim Fenstertausch Pflicht?

Sobald mehr als ein Drittel der Fenster eines Gebäudes getauscht wird, ist nach DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept zu erstellen. Bei Einzelfenstern reicht oft eine Funktionsprüfung. Vertiefung unter Fenstertausch.

Was prüft das Lüftungskonzept genau?

Ob die Lüftung zum Feuchteschutz nutzerunabhängig sichergestellt ist. Geprüft werden vier Lüftungsstufen, Volumenströme, Fensterflächen und gegebenenfalls Außenluftdurchlässe oder Lüftungsanlagen.

Ist ein Lüftungskonzept im Altbau ohne Fenstertausch nötig?

Solange die Hülle unverändert bleibt, üblicherweise nein. Sobald Sie aber Fenster, Dach oder Außenwände energetisch anfassen, greift die Drittel Regel.

Welche Lüftungsstufen kennt DIN 1946-6?

Vier Stufen: Feuchteschutz, reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung. Der Feuchteschutz muss nutzerunabhängig sichergestellt sein.

Reicht Stoßlüftung als Lüftungskonzept?

Nein. Stoßlüftung deckt nur die Intensivlüftung ab. Der Feuchteschutz benötigt eine nutzerunabhängige Lösung, etwa Außenluftdurchlässe, Schachtlüftung oder eine Lüftungsanlage.

Wie lange dauert die Erstellung?

Fünf Werktage, gerechnet ab dem Tag, an dem Ihre Unterlagen vollständig bei uns liegen. Sind die Pläne sauber, geht es oft schneller.

Brauche ich ein Lüftungskonzept für die BAFA Förderung?

Ja, beim Fensteraustausch im Rahmen der BEG Einzelmaßnahme ist das Lüftungskonzept Bestandteil der förderfähigen Leistungen und wird gemeinsam mit der Technischen Projektbeschreibung eingereicht. Vertiefung unter BAFA Förderung.

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Schon in fünf Werktagen liegt das Konzept bei Ihnen.

Vier Eingaben im Schnellcheck, die Preisspanne kommt zurück. Wenn Sie zufrieden sind, laden Sie die Pläne hoch, dann übernehmen wir.

Glossar

Glossar Lüftungskonzept

Zwanzig Fachbegriffe rund um DIN 1946-6, Volumenströme und Anlagentechnik. Alphabetisch sortiert, mit kurzer Erklärung.

DIN 1946-6

Norm für die Lüftung in Wohngebäuden, regelt Anforderungen, Lüftungsstufen und Auslegung.

Feuchteschutz

Mindeststufe der Lüftung, nutzerunabhängig sicherzustellen, verhindert Schimmelbildung.

Volumenstrom

Luftmenge pro Zeiteinheit, Einheit m³/h, Grundgröße bei Auslegung.

Außenluftdurchlass (ALD)

Bauteil im Fenster oder in der Wand, sichert nutzerunabhängige Zuluft.

Nennlüftung

Lüftungsstufe für hygienische Anforderungen bei normaler Nutzung.

Intensivlüftung

Höchste Lüftungsstufe, etwa nach Duschen, Kochen oder bei vielen Personen.

Reduzierte Lüftung

Lüftungsstufe bei reduzierter Anwesenheit, Mindestmaß zwischen Feuchteschutz und Nennlüftung.

Freie Lüftung

Lüftung ohne Ventilator, etwa Fenster, Schachtlüftung oder Querlüftung.

Ventilatorgestützte Lüftung

Mechanische Lüftung mit Ventilator, zentral oder dezentral, Abluft oder Zu Abluft.

Wärmerückgewinnung (WRG)

Wärmetauscher im Lüftungsgerät, gibt Wärme der Abluft an die Zuluft ab.

Luftdichtheit

Eigenschaft der Gebäudehülle, gemessen mit Blower Door, Voraussetzung für effiziente Lüftung.

DIN EN 16798-3

Europäische Norm für Lüftung in Nichtwohngebäuden, ergänzt VDI 6038.

Querlüftung

Lüftung über gegenüberliegende Außenwände, höhere Auslegungswerte als einseitige Lüftung.

Schachtlüftung

Vertikaler Schacht für freie Lüftung, klassisch in innenliegenden Bädern.

Zu Abluftanlage

Lüftungsanlage mit getrennter Zu und Abluftführung, oft mit Wärmerückgewinnung.

Abluftanlage

Mechanische Anlage, die ausschließlich Abluft fördert. Zuluft strömt durch Außenluftdurchlässe nach.

GEG

Gebäudeenergiegesetz, bündelt EnEV, EEWärmeG und EnEG, fordert energieeffiziente Lüftung.

BAFA

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, fördert Einzelmaßnahmen in der Sanierung.

Luftwechselrate

Anzahl Luftaustausche pro Stunde, Kennzahl der Lüftungsplanung.

Blower Door Test

Druckdifferenzverfahren zur Messung der Gebäudeluftdichtheit nach DIN EN 13829.

Über den Autor

Burak Uzun

Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln

Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Lüftungskonzept nach DIN 1946-6, Feuchteschutz, Reduziert- und Nennlüftung sowie nach DIN EN 16798-3 für Nichtwohngebäude.

Anbieter und Impressum Kontakt Stand: 9. Juni 2026
Methodik

Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung

Quellenbasis
  • DIN 1946-6 Wohnungslüftung
  • DIN EN 16798-3 Nichtwohngebäude-Lüftung
  • GEG § 13 Mindestanforderungen
  • BEG EM Förderlogik für Lüftungsanlagen
Aktualisierung

Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 9. Juni 2026.

KI und redaktionelle Prüfung

Recherche und Textentwurf werden durch KI-Werkzeuge unterstützt, jede Seite wird vor Veröffentlichung von Burak gegen die genannten Quellen geprüft. Zahlen, Paragrafen und Normen werden bei jeder Aktualisierung gegen die Originalquelle abgeglichen.

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