Feuchteschutz
Hält Wärmebrücken und Badwände trocken, ganz ohne Zutun. Auslegung meist 0,3 bis 0,4 facher Luftwechsel pro Stunde.
nutzerunabhängig
Sie laden Grundriss und ein paar Eckdaten hoch. Wir rechnen die Volumenströme nach DIN 1946-6, schlagen das passende Verfahren vor und liefern das prüffähige PDF. Ob Fenstertausch, Sanierung, Neubau oder BAFA Antrag: das Dokument hält der Prüfung stand, ohne Vor Ort Termin.
Leistungsversprechen
01
Festpreis
Was Sie sehen, zahlen Sie. Keine Stundenabrechnung, keine Nachforderung am Ende.
02
Prüffähig
Aufgebaut nach DIN 1946-6. Akzeptiert von Bauamt, BAFA und KfW.
03
Online Workflow
Grundriss hochladen, Daten ergänzen, freigeben. Bei den meisten Häusern reicht das.
04
Bundesweit
Wir arbeiten in allen 16 Bundesländern. Die Norm ist überall dieselbe, die Bauaufsicht nicht.
Kennzahlen
N° 01 · Preis
ab149 €
Einstiegspreis Einfamilienhaus
N° 02 · Lieferzeit
5Werktage
übliche Bearbeitungsdauer
N° 03 · Reichweite
16Länder
bundesweit tätig
N° 04 · Tiefe
11Themen
vertiefende Ratgeberseiten
Im Kern steht eine simple Frage: Reicht die Luft, die durch Fenster und Fugen ohnehin strömt, oder muss Technik nachhelfen? Genau das klärt das Lüftungskonzept, schwarz auf weiß. Maßgeblich ist DIN 1946-6 für Wohngebäude, für Nichtwohngebäude rechnet DIN EN 16798-3.
Die Norm kennt vier Lüftungsstufen. Die wichtigste, der Feuchteschutz, läuft ohne Sie. Sie können niemandem zumuten, alle vier Stunden ans Fenster zu gehen, nur damit kein Schimmel kommt. Die Lösung steht im Konzept: ausreichende Fensterflächen, Außenluftdurchlässe oder eine Lüftungsanlage. Fehlt diese Auslegung, beginnt im Schadensfall die Diskussion mit Versicherung, Mieter oder Förderstelle. Schimmel vermeiden startet eben nicht beim Lüftungstipp, sondern bei der Notwendigkeitsprüfung.
Sinnvoll wird das Konzept, wenn Sie es weiterdenken. Welche Filterklasse passt im Schlafzimmer, wer wartet die Anlage, wer prüft die Hygiene alle drei Jahre? Diese Punkte gehören in den Wartungsvertrag und in die Hygieneprüfung nach VDI 6038. So wird aus einer einmaligen Hürde der Grundstein für zwei Jahrzehnte ruhigen Betrieb.
Vier Schutzziele
Drei Bestandteile
So sieht der Alltag aus
Reihenhaus, Baujahr Mitte der Achtziger, gut 130 m². Der Eigentümer tauscht alle Fenster gegen dichte Kunststoffmodelle. Mit den alten Holzkästen ist immer ein wenig Luft durch die Fugen gegangen, das fällt jetzt weg. An den Wärmebrücken im Schlafzimmer sammelt sich Feuchtigkeit, der Schimmel ist eine Frage von Wochen. Das Lüftungskonzept rechnet die nötigen Volumenströme nach und empfiehlt Außenluftdurchlässe in den Schlafzimmerfenstern plus Stoßlüftung im Bad. Das BAFA akzeptiert die Lösung als Bestandteil der Einzelmaßnahme Fenster, der Eigentümer behält die Förderung.
Vier Themengruppen mit insgesamt 18 Stationen. Springen Sie direkt zu Pflicht, Kosten oder Ablauf.
II. Pflicht und Anwendung
III. Kosten und Ablauf
IV. Praxis und Vertiefung
Die Norm sortiert die Lüftung in zwei Kategorien: was sein muss, und was guttut. Die ersten beiden Stufen laufen ohne Sie, sie sind reiner Bauteilschutz. Die oberen zwei richten sich danach, wer gerade zu Hause ist und was die Wohnung tatsächlich braucht.
Hält Wärmebrücken und Badwände trocken, ganz ohne Zutun. Auslegung meist 0,3 bis 0,4 facher Luftwechsel pro Stunde.
nutzerunabhängig
Sichert die Hygiene, wenn niemand zuhause ist, etwa bei Urlaubsabwesenheit. Etwa 0,5 facher Luftwechsel pro Stunde.
teil nutzerunabhängig
Der Alltagsbetrieb. Ausgelegt auf eine durchschnittliche Belegung der Wohnung, weder zu sparsam noch verschwenderisch.
nutzerabhängig
Die Spitzenlast: nach dem Duschen, beim Kochen, wenn Besuch da ist. Klassisch per Stoßlüftung oder Boost Taste der Anlage.
nutzerabhängig
Sechs Anlässe nennt die Norm, bei denen das Konzept fällig wird. Bußgeld droht keines, anerkannte Regel der Technik heißt etwas anderes: Wer sie ignoriert, haftet im Schadensfall. Die Liste wird trotzdem schnell teuer. Das BAFA streicht die Förderung, Versicherer kürzen bei Wasserschäden, Mieter mindern um 10 bis 30 Prozent, und eine Schimmelsanierung kostet zwischen 1.000 und 8.000 Euro. Wer den Wartungsvertrag gleich mitdenkt, hat das Thema langfristig vom Tisch. Wer beim BAFA Antrag den iSFP dazu nimmt, holt zusätzlich 5 Prozent Bonus. Wer zur ganzheitlichen Sanierungsplanung einen iSFP mit Energieausweis kombiniert, dokumentiert den energetischen Ist Zustand sauber und sichert die Förderboni langfristig ab.
Fall 1
Hier gibt es keine Schwellwerte. Im Neubau wird jede Lüftungsstufe vollständig nachgewiesen, von der Doppelhaushälfte bis zur Stadtvilla.
Fall 2
Mehr als ein Drittel der Fenster raus, dichte Modelle rein. Die Reserve aus Fugenleckagen fehlt jetzt, das Konzept muss her.
Fall 3
Wer mehr als ein Drittel der Dachfläche dichter macht, löst dieselbe Pflicht aus wie beim Fenstertausch. Aufdachdämmung zählt, reine Eindeckung nicht.
Fall 4
Wer Fenster über die BEG fördern lässt, reicht das Konzept als Pflichtanlage mit ein. Ohne dieses Dokument kein Bescheid.
Fall 5
Jede Modernisierung dichtet die Hülle weiter ab. Eigentümer haften für Mietmängel, das Konzept hält den Rücken frei. Für die Vermietung in der Region empfiehlt sich begleitend ein Maklerservice in Köln und Umgebung.
Fall 6
Schule, Büro, Arztpraxis. Hier rechnet DIN EN 16798-3 mit Personen und Schadstoffen statt mit Wohnfläche.
Wo es regelmäßig hakt
An der Drittel Regel scheitern die meisten. Zwölf Fenster im Reihenhaus, fünf neue: über dem Schwellwert. Vier neue: knapp drunter. Wer dabei rät statt rechnet, riskiert die Förderung. Im Konzept wird die Zahl auf der ersten Seite festgehalten, das beendet die Diskussion mit der Bauaufsicht. Pflicht im Detail.
Beides ist normgerecht, beides hat Berechtigung. Im Altbau gewinnt oft die freie Lüftung, im Passivhaus die Anlage. Die Tabelle stellt die Unterschiede nüchtern nebeneinander, damit Sie sich entscheiden können, ohne lange Beratung.
| Eigenschaft | Freie Lüftung | Abluftanlage | Zu Abluft mit WRG |
|---|---|---|---|
| Investition | niedrig (ALD je Fenster) | mittel | hoch |
| Stromverbrauch | keiner | 15 bis 40 W dauerhaft | 30 bis 80 W dauerhaft |
| Wärmerückgewinnung | keine | keine | bis zu 90 Prozent |
| Schallpegel | abhängig von Außenlage | typisch 25 bis 35 dB(A) | typisch 22 bis 30 dB(A) |
| Komfort | nutzerabhängig | kontinuierlich | höchster Komfort |
| Geeignet für | Altbau, kleinere EFH | Sanierung, MFH | Neubau, Passivhaus |
| Wartung | Filter ALD jährlich | Filter halbjährlich | Filter halbjährlich, Wärmetauscher jährlich |
149 Euro für ein Einfamilienhaus online, 1.500 Euro für ein größeres Mehrfamilienhaus mit Vor Ort Aufnahme: zwischen diesen Eckpunkten bewegen sich die meisten Fälle. Was den Preis treibt: Gebäudegröße, Anzahl Wohneinheiten, der Anlass und wie tief der Nachweis gehen muss. Mehr Details zu BAFA Förderung und Software und Tool.
| Variante | Preisspanne | Lieferzeit | Vor Ort Termin | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Online Konzept EFH | 149 bis 290 Euro | fünf Werktage | nein | Einfamilienhaus, Reihenhaus |
| Online Konzept MFH | 290 bis 690 Euro | sieben Werktage | nein | Mehrfamilienhaus bis sechs Wohneinheiten |
| Vor Ort Aufnahme | 450 bis 900 Euro | zwei bis drei Wochen | ja | Altbauten ohne Pläne, komplexe Geometrie |
| Großes MFH oder Quartier | 800 bis 1.500 Euro | zwei bis vier Wochen | auf Wunsch | ab acht Wohneinheiten |
| Nichtwohngebäude | 700 bis 2.500 Euro | nach Aufwand | üblich | Schule, Büro, Praxis, Hotel |
Faktor 1
Gebäudegröße
Wohnfläche, Anzahl Wohneinheiten und Anzahl Geschosse bestimmen den Rechenaufwand.
Faktor 2
Anlass
Fenstertausch ist meist günstiger als Komplettsanierung. Neubau hat den höchsten Detailbedarf.
Faktor 3
Datenlage
Liegen Grundrisse digital vor, wird es günstig. Ohne Pläne ist eine Vor Ort Aufnahme nötig.
Faktor 4
Nachweistiefe
Reines Lüftungskonzept oder mit Auslegung der Anlage und Stücklisten. Letzteres kostet mehr.
Kostenrechner Schnellansicht
Kombination aus Gebäudetyp, Wohnfläche und Anlass ergibt eine indikative Spanne. Die finale Quote folgt nach Sichtung der Unterlagen.
Kostenfalle vermeiden
Drei Punkte verteuern Konzepte fast immer: nachträgliche Vor Ort Aufnahme nach unklaren Plänen, Eilauftrag unter 48 Stunden und das Nachreichen einer Anlagenauslegung, die ursprünglich nicht beauftragt war. Klar definierte Pakete vermeiden diese Stolperfallen.
Die Werte stammen aus DIN 1946-6 und sind als Richtwerte für die Grobplanung gedacht. Die finale Auslegung erfolgt im Konzept individuell, weil Personenzahl, Querlüftung und Außenklima eingehen. Im Tab darüber wechseln Sie zwischen den Wohnungsgrößen, die Tabelle aktualisiert sich live. So lassen sich verschiedene Auslegungsfälle direkt vergleichen, ohne die Seite zu wechseln.
| Lüftungsstufe | Volumenstrom in m³/h | Auslegungs Luftwechsel | Anwendung |
|---|---|---|---|
| Feuchteschutz | 30 | 0,3 fach | nutzerunabhängig |
| Reduzierte Lüftung | 48 | 0,5 fach | teil nutzerabhängig |
| Nennlüftung | 70 | 0,7 fach | nutzerabhängig |
| Intensivlüftung | 95 | 1,0 fach | Spitzenlast |
Erläuterung Luftwechsel
Ein 0,5 facher Luftwechsel bedeutet, dass die Hälfte der Raumluft pro Stunde ausgetauscht wird. Der Standard für moderne Wohnungen liegt zwischen 0,3 und 0,5 außerhalb der Spitzenlast. Höhere Werte deuten auf Undichtigkeiten oder Überlüftung hin.
Hinweis zur Auslegung
Die Tabelle zeigt Vergleichswerte. Im Konzept wird je Wohnung individuell gerechnet. Eingangsgrößen sind unter anderem Personenzahl, Fensterflächen, Querlüftungseignung und die Klimazone des Standorts. Ausführliche Erläuterung der DIN 1946-6.
Schieber bewegen, Personenzahl wählen, Volumenstrom je Lüftungsstufe in m³/h. Die Werte folgen dem vereinfachten Verfahren der DIN 1946-6 und liefern eine erste Einordnung. Die finale Auslegung im Konzept rechnet raumweise mit Personenzahl, Querlüftungseignung und Klimazone. Wer den Rechner nutzt, sieht in unter zehn Sekunden, ob freie Lüftung mit Außenluftdurchlässen reicht oder ob eine Anlage mit Wärmerückgewinnung sinnvoll wird. Die Empfehlung darunter aktualisiert sich live mit jeder Eingabe.
Hinweis
Werte sind Richtwerte für die erste Orientierung. Die finale Auslegung erfolgt im Lüftungskonzept individuell pro Wohnung mit Bezug auf DIN 1946-6.
Feuchteschutz
50 m³/h
Mindestlüftung, nutzerunabhängig
Reduzierte Lüftung
80 m³/h
Hygiene bei reduzierter Anwesenheit
Nennlüftung
115 m³/h
Standardbetrieb
Intensivlüftung
155 m³/h
Spitzenlast nach Duschen, Kochen
Verfahrensempfehlung
Freie Lüftung mit Außenluftdurchlässen, ergänzt durch Schachtlüftung im Bad
Fünf Fragen, eine Minute. Am Ende bekommen Sie eine konkrete Empfehlung mit Pfad zur passenden Themenseite.
Ein Streitthema in der Branche. Reicht es, exakt 33 Prozent der Fenster zu tauschen, um unter den Schwellwert zu kommen?
Position Norm
Die DIN 1946-6 nennt den Schwellwert klar. Wer ihn unterschreitet, ist formal nicht zur Erstellung verpflichtet. Trotzdem wird die Empfehlung ausgesprochen, ein Konzept anzufertigen, sobald die Hülle sich messbar verändert.
Position Praxis
Schimmelschäden treten unabhängig vom prozentualen Anteil auf. Kommt nur ein Schlafzimmer mit dichten Fenstern hinzu, kann das Raumklima kippen. Eine Risikobewertung schadet selbst unter dem Schwellwert nicht.
Vom Schnellcheck bis zum prüffähigen PDF in fünf Werktagen. Jeder Schritt wird per E Mail bestätigt, der Status ist jederzeit einsehbar.
Vier Eingaben in unter zwei Minuten. Sie erhalten eine indikative Preisspanne.
Sie laden Grundriss, Raumliste und Fensterflächen hoch. Bei Lücken folgt eine Rückfrage.
Volumenströme nach DIN 1946-6, Lüftungsstufen, Wohnungsbilanz. Software gestützt, plausibilisiert.
Wir empfehlen freie oder ventilatorgestützte Lüftung je Raum, mit Begründung und Alternativen.
PDF mit Deckblatt, Berechnung, Bauteilkatalog, Plan und Unterschrift. Direkt an BAFA, Behörde oder Energieberater.
Die folgenden fünf Systeme decken nahezu jede Aufgabe ab. Welche Lösung passt, hängt von Gebäude, Sanierungsstand und Komfortanspruch ab.
Außenluftdurchlässe im Fensterrahmen oder in der Wand sichern den Feuchteschutz nutzerunabhängig. Klassische Lösung beim Fenstertausch.
Aufbau: Filter, Schalldämpfer, Klappe, Gitter
Vertikaler Schacht, klassisch im innenliegenden Bad und WC. Funktioniert über Thermik und Winddruck.
Aufbau: Schachtrohr, Endgerät, Wartungsklappe
Mechanische Abluft in Küche und Bad, Zuluft strömt durch ALD nach. Mittlere Investition, ohne Wärmerückgewinnung.
Aufbau: Ventilator, Kanalnetz, Volumenstromregler
Zentrales Gerät mit Wärmetauscher, kontrollierte Lüftung in jeder Wohnung. Höchster Komfort, höchste Investition.
Aufbau: Lüftungsgerät, Wärmetauscher, Kanal, Auslässe
Wandgeräte mit kleinem Wärmespeicher, raumweise Lösung im Bestand. Schnelle Nachrüstung ohne Kanalnetz.
Aufbau: Wandhülse, Kernmodul, Innengitter, Außengitter
Welches System passt
Der Schnellcheck oben bündelt Eingaben und schlägt das passende System vor. Detailauswahl folgt im Konzept.
Schnellcheck startenVier Komponenten tauchen in fast jedem Lüftungskonzept auf. Sie bestimmen Akustik, Hygiene und Energieaufwand.
Außenluftdurchlässe
Kunststoff oder Aluminium, mit Filter und Schalldämpfer. Wartungsfreundliche Modelle reinigen sich einmal jährlich.
Lüftungsleitungen
Wickelfalzrohr, Spiralfalzrohr oder Flachkanal aus verzinktem Stahl, alternativ Kunststoff mit antistatischer Innenseite.
Schalldämpfer
Telefonieschalldämpfer in Wohnungstrennwänden, Kulissenschalldämpfer im Strang. Senken Geräusch und Übersprechen.
Filter
Staubklasse ePM10 50 für Außenluft, ePM1 70 bei Allergikern. Wechselintervalle drei bis sechs Monate.
Drei typische Konstellationen, wie sie immer wieder über den Tisch wandern. Adressen und Personen sind weggelassen, Geometrie und Sanierungsstand bleiben realistisch. Was die drei Fälle eint: Die Wahl zwischen freier Lüftung und Anlage entscheidet sich nicht am Bauchgefühl, sondern an Geometrie, Belegung und Heizgradtagen. Hintergrund zur Schimmelvermeidung und zur Hygieneprüfung nach VDI 6038.
Fall 1 · Reihenhaus 80er
Reihenhaus, gut 130 m², drei Schlafzimmer, ein innenliegendes Bad. Vierzehn Fenster gehen raus, dichte Kunststoffmodelle kommen rein. Bisher hat die Hülle über Fugen mitgeatmet, das ist vorbei.
Empfehlung im Konzept: drei Außenluftdurchlässe im Erdgeschoss, drei oben, dazu Schachtlüftung im Bad. BEG Einzelmaßnahme greift, weil das Dokument zum Antrag dazugelegt wird. Konzeptkosten in der Größenordnung von 220 Euro. Wie sich eine energetische Sanierung inklusive Lüftungskonzept auf den Immobilienwert auswirkt, zeigt eine Einschätzung zur Wertsteigerung durch Sanierung.
Fall 2 · Mehrfamilienhaus 70er
Hofgebäude mit sieben Wohneinheiten, Vollsanierung mit Dämmung und neuen Fenstern. Eigentümer kalkuliert auf zwei Jahrzehnte.
Geplant war eine simple Abluftanlage. Die Auslegung zeigt: zentrale Zu Abluft mit Wärmerückgewinnung läuft günstiger im Strom und ist über die BEG förderfähig. Konzeptkosten rund 690 Euro, die Mehrinvestition in die Anlage rechnet sich rechnerisch im niedrigen zweistelligen Jahresbereich. Vor einem späteren Verkauf lassen Eigentümer den Marktwert beim Verkauf bewerten, um die Sanierungskosten in der Preisbildung sauber zu spiegeln.
Fall 3 · Grundschule 60er
Achtzehn Klassenräume, Baujahr Ende der Sechziger, energetische Sanierung. Hier rechnet DIN EN 16798-3 personenbasiert. Schulträger gibt vor: CO₂ Konzentration unterhalb 1.000 ppm.
Im Konzept landen pro Klassenraum rund 30 m³/h pro Schüler über eine zentrale Anlage je Geschoss. Konzeptkosten im niedrigen vierstelligen Bereich, die Anlageninvestition wird über BEG Nichtwohngebäude bezuschusst. Details Nichtwohngebäude.
Acht Stolperstellen, die in jeder zweiten Beratung auftauchen. Sortiert nach Häufigkeit. Wer das Konzept als bürokratische Pflicht abhakt statt als Werkzeug versteht, landet in zwei bis drei dieser Fallen. Die Rechnung danach: Ein gut gemachtes Konzept kostet online zwischen 149 und 290 Euro. Ein abgelehnter BAFA Antrag kostet 3.000 bis 8.000 Euro Fördergeld, plus die Komponenten, die hinterher trotzdem nachgerüstet werden müssen.
Stoßlüftung deckt nur die Intensivlüftung ab. Der Feuchteschutz bleibt offen.
Bezugsgröße ist die Anzahl der Fenster oder die Dachfläche, nicht die Wohnfläche.
Standard ALD reichen oft nicht für moderne luftdichte Hüllen. Auslegung im Konzept ist Pflicht.
BAFA verweigert Förderung. Nachweis muss zur Bestätigung beim Antrag vorliegen.
DIN 1946-6 gilt für Wohngebäude. Schulen und Büros benötigen DIN EN 16798-3 mit Personenbezug.
Querlüftung benötigt Fenster auf gegenüberliegenden Außenwänden. Nicht jede Wohnung erfüllt das.
Zu und Abluft müssen sich ausgleichen. Disbalance führt zu Druckunterschieden und Schimmel.
Filter, ALD und Wärmetauscher brauchen Wartung. Ohne Plan im Konzept verfällt der Schutz nach zwei Jahren.
Vier Normen und ein Gesetz prägen das Lüftungskonzept im Wohn und Nichtwohnbereich. Die Übersicht ordnet die wichtigsten Quellen ein.
Norm
Zentrale Norm für die Lüftung von Wohngebäuden. Regelt Lüftungsstufen, Auslegung und Verfahrensauswahl. Aktuelle Fassung von 2019, ergänzt 2021.
Norm
Europäische Norm für die Lüftung in Nichtwohngebäuden. Personen und schadstoffbasierte Volumenströme, ergänzt VDI 6038.
Gesetz
Gebäudeenergiegesetz, in Kraft seit 2020. Bündelt EnEV und EEWärmeG, fordert energieeffiziente Lüftung in Verbindung mit Wärmedämmung.
Norm
Prüfung der Leistung von Bauteilen für die Lüftung von Wohnungen. Maßgeblich bei der Auslegung von ALD und dezentralen Geräten.
Die Gliederung folgt dem Aufbau, den Sachverständige und Förderstellen erwarten. Verbindliche Pflichtangaben sind das Deckblatt, die Bilanz je Wohneinheit und der Bauteilkatalog. Beispiele und Mustervarianten unter Beispiel und Muster.
Mustergliederung in zehn Kapiteln
Beispiel Deckblatt
Lüftungskonzept nach DIN 1946-6
Objekt: Reihenhaus, Wohnfläche 134 m²
Anlass: Fenstertausch im Rahmen der BEG Einzelmaßnahme
Aussteller: Initialen und Funktion
Datum: TT.MM.JJJJ
Verfahren: Freie Lüftung mit ALD, Schachtlüftung Bad
Beispielhafte Darstellung. Kein realer Auftrag.
Lüftungskonzepte erstellen Fachplaner, Energieberater, Architekten, Schornsteinfeger und Lüftungsfachbetriebe. Wichtig sind Norm Kenntnis, prüffähige Dokumentation und Erreichbarkeit bei Rückfragen.
Kriterium 1
Nachgewiesene Erfahrung mit DIN 1946-6 in der jeweiligen Gebäudekategorie. Referenzen oder Musterdokumente vorab anfordern.
Kriterium 2
Festpreis vor Beauftragung. Stundenmodelle führen häufig zu Mehrkosten, sobald Daten unvollständig sind.
Kriterium 3
Erreichbarkeit für Rückfragen aus BAFA, Bauamt oder Sanierungsteam. Klare Kontaktwege im Konzept hinterlegt.
DIN 1946-6 gilt bundesweit identisch. Unterschiede ergeben sich aus Klimazone, Verfahrenskultur und ergänzenden Förderprogrammen der Länder.
| Bundesland | Klimazone | Häufiges Verfahren | Ergänzende Förderung |
|---|---|---|---|
| Baden Württemberg | warm gemäßigt | Zu Abluft mit WRG | L Bank Programme |
| Bayern | kontinental | Zu Abluft mit WRG | BayEnergiebonusBau |
| Berlin | maritim kontinental | Abluftanlage | IBB Programme |
| Brandenburg | kontinental | Abluftanlage | ILB Programme |
| Bremen | maritim | Freie Lüftung mit ALD | Bremer Modernisierungsprogramme |
| Hamburg | maritim | Freie Lüftung mit ALD | IFB Hamburg |
| Hessen | warm gemäßigt | Zu Abluft mit WRG | WI Bank |
| Mecklenburg Vorpommern | maritim kontinental | Abluftanlage | Landesförderbank |
| Niedersachsen | maritim | Freie Lüftung mit ALD | NBank |
| Nordrhein Westfalen | maritim | Abluftanlage | NRW Bank progres.nrw |
| Rheinland Pfalz | warm gemäßigt | Zu Abluft mit WRG | ISB Programme |
| Saarland | warm gemäßigt | Abluftanlage | SIKB |
| Sachsen | kontinental | Zu Abluft mit WRG | SAB Programme |
| Sachsen Anhalt | kontinental | Abluftanlage | IB Sachsen Anhalt |
| Schleswig Holstein | maritim | Freie Lüftung mit ALD | IB SH |
| Thüringen | kontinental | Abluftanlage | TAB Programme |
Verfahrenstypen im regionalen Vergleich
In Norddeutschland setzen Sanierer häufiger auf freie Lüftung mit ALD, weil maritime Klimazone und Wind günstige Druckverhältnisse bieten. Im Süden dominieren Zu Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung, weil hohe Heizgradtage die Investition schneller amortisieren. In Großstädten wie Berlin und Köln sind reine Abluftanlagen verbreitet, weil Sanierungen häufig im belebten Wohnumfeld stattfinden.
Regionale Schwerpunkte
Förderprogramme der Länder ergänzen den Bundesrahmen. Baden Württemberg fördert über die L Bank den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. NRW unterstützt mit progres.nrw den Austausch ineffizienter Bestandsanlagen. Bayern bündelt unter BayEnergiebonusBau Zuschüsse für ganzheitliche Sanierungen. Im Konzept lohnt sich der Hinweis, sodass Antragsteller die Kombi nutzen können.
Synergie
Ein Lüftungskonzept liefert Eingangsdaten für den Energieausweis. Volumenströme, Wärmerückgewinnung und Lüftungsverluste fließen in die energetische Bilanz ein. Wer beides parallel beauftragt, vermeidet doppelte Datenaufnahme und spart Zeit. Mehr unter energieausweis-erstellen24.de.
14 Themenseiten zur Vertiefung. Pro Seite zwischen 1.000 und 1.700 Wörtern, mit Schwerpunkt auf Pflicht, Kosten, Verfahren, Schimmelvermeidung, Wartung und Hygiene. Jede Seite enthält eine Tabelle, einen vollständigen Praxisfall, fünf FAQ Antworten und eine Cross Linking Karte zu den jeweils thematisch nächsten passenden Themen.
Norm
DIN 1946-6 im Detail
Aufbau, Lüftungsstufen, Anwendungsbereich und Abgrenzung zur Vorgängernorm.
LesenFenstertausch
Lüftungskonzept beim Fenstertausch
Wann es Pflicht ist, was es kostet und wie das BAFA es prüft.
LesenPflicht
Lüftungskonzept Pflicht
Sechs Fälle, in denen die Norm den Nachweis vorschreibt, plus typische Streitpunkte.
LesenBAFA
BAFA Förderung Fenster
15 Prozent Zuschuss bei Fenstertausch, Voraussetzungen und Antragsablauf.
LesenAltbau
Lüftungskonzept Altbau
Pflicht und Praxis bei Bestandsbauten ab 1949 inkl. typischer Schadensfälle.
LesenNeubau
Lüftungskonzept Neubau
Pflichtumfang, KfW Effizienzhaus Stufen und Anlagenkonzepte.
LesenEFH
Lüftungskonzept Einfamilienhaus
Auslegung typischer Wohnungen mit drei bis fünf Schlafräumen, Kosten und Verfahren.
LesenNWG
Lüftungskonzept Nichtwohngebäude
Schule, Büro, Praxis. Berechnung nach Personen und Schadstoffen.
LesenFrei
Lüftungskonzept Fensterlüftung
Fensterlüftung als Verfahren, Grenzen, Anforderungen, ALD Auswahl.
LesenTool
Software und Tool
Welche Software professionell rechnet und welche kostenlosen Tools eine erste Einschätzung liefern.
LesenBeispiel
Beispiel und Muster
Mustergliederung, Beispiel Deckblatt, Bauteilkatalog. Was ein Konzept enthalten muss.
LesenSchimmel
Schimmel verhindern
Ursachen, kritische Stellen, Verfahren ALD und Anlage, Mietrecht und Praxisfall Reihenhaus.
LesenWartung
Wartungsvertrag
Inhalte, Intervalle und Kosten 180 bis 320 Euro pro Jahr. Vergleich der drei Vertragsmodelle.
LesenHygiene
Hygieneprüfung VDI 6038
Drei Jahres Audit, Probennahme, Befund Bewertung und Praxisfall Mehrfamilienhaus mit Aspergillus Fund.
LesenZehn Fragen, die in fast jeder Beratung kommen. Die Norm liest sich sperrig, die Antworten müssen das nicht.
Bei Neubauten und bei Sanierungen, sobald mehr als ein Drittel der Fenster getauscht oder mehr als ein Drittel der Dachfläche gegen Außenluft saniert wird. Grundlage ist DIN 1946-6.
Online ab 149 Euro für ein Einfamilienhaus, vor Ort meist 350 bis 800 Euro. Mehrfamilienhäuser zwischen 400 und 1.500 Euro je nach Wohneinheiten. Detail unter Kosten.
Fachplaner, Energieberater, Architekten, Schornsteinfeger und Lüftungsfachbetriebe. Wichtig ist die Einhaltung von DIN 1946-6 und eine prüffähige Dokumentation.
Sobald mehr als ein Drittel der Fenster eines Gebäudes getauscht wird, ist nach DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept zu erstellen. Bei Einzelfenstern reicht oft eine Funktionsprüfung. Vertiefung unter Fenstertausch.
Ob die Lüftung zum Feuchteschutz nutzerunabhängig sichergestellt ist. Geprüft werden vier Lüftungsstufen, Volumenströme, Fensterflächen und gegebenenfalls Außenluftdurchlässe oder Lüftungsanlagen.
Solange die Hülle unverändert bleibt, üblicherweise nein. Sobald Sie aber Fenster, Dach oder Außenwände energetisch anfassen, greift die Drittel Regel.
Vier Stufen: Feuchteschutz, reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung. Der Feuchteschutz muss nutzerunabhängig sichergestellt sein.
Nein. Stoßlüftung deckt nur die Intensivlüftung ab. Der Feuchteschutz benötigt eine nutzerunabhängige Lösung, etwa Außenluftdurchlässe, Schachtlüftung oder eine Lüftungsanlage.
Fünf Werktage, gerechnet ab dem Tag, an dem Ihre Unterlagen vollständig bei uns liegen. Sind die Pläne sauber, geht es oft schneller.
Ja, beim Fensteraustausch im Rahmen der BEG Einzelmaßnahme ist das Lüftungskonzept Bestandteil der förderfähigen Leistungen und wird gemeinsam mit der Technischen Projektbeschreibung eingereicht. Vertiefung unter BAFA Förderung.
Jetzt starten
Vier Eingaben im Schnellcheck, die Preisspanne kommt zurück. Wenn Sie zufrieden sind, laden Sie die Pläne hoch, dann übernehmen wir.
Zwanzig Fachbegriffe rund um DIN 1946-6, Volumenströme und Anlagentechnik. Alphabetisch sortiert, mit kurzer Erklärung.
DIN 1946-6
Norm für die Lüftung in Wohngebäuden, regelt Anforderungen, Lüftungsstufen und Auslegung.
Feuchteschutz
Mindeststufe der Lüftung, nutzerunabhängig sicherzustellen, verhindert Schimmelbildung.
Volumenstrom
Luftmenge pro Zeiteinheit, Einheit m³/h, Grundgröße bei Auslegung.
Außenluftdurchlass (ALD)
Bauteil im Fenster oder in der Wand, sichert nutzerunabhängige Zuluft.
Nennlüftung
Lüftungsstufe für hygienische Anforderungen bei normaler Nutzung.
Intensivlüftung
Höchste Lüftungsstufe, etwa nach Duschen, Kochen oder bei vielen Personen.
Reduzierte Lüftung
Lüftungsstufe bei reduzierter Anwesenheit, Mindestmaß zwischen Feuchteschutz und Nennlüftung.
Freie Lüftung
Lüftung ohne Ventilator, etwa Fenster, Schachtlüftung oder Querlüftung.
Ventilatorgestützte Lüftung
Mechanische Lüftung mit Ventilator, zentral oder dezentral, Abluft oder Zu Abluft.
Wärmerückgewinnung (WRG)
Wärmetauscher im Lüftungsgerät, gibt Wärme der Abluft an die Zuluft ab.
Luftdichtheit
Eigenschaft der Gebäudehülle, gemessen mit Blower Door, Voraussetzung für effiziente Lüftung.
DIN EN 16798-3
Europäische Norm für Lüftung in Nichtwohngebäuden, ergänzt VDI 6038.
Querlüftung
Lüftung über gegenüberliegende Außenwände, höhere Auslegungswerte als einseitige Lüftung.
Schachtlüftung
Vertikaler Schacht für freie Lüftung, klassisch in innenliegenden Bädern.
Zu Abluftanlage
Lüftungsanlage mit getrennter Zu und Abluftführung, oft mit Wärmerückgewinnung.
Abluftanlage
Mechanische Anlage, die ausschließlich Abluft fördert. Zuluft strömt durch Außenluftdurchlässe nach.
GEG
Gebäudeenergiegesetz, bündelt EnEV, EEWärmeG und EnEG, fordert energieeffiziente Lüftung.
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, fördert Einzelmaßnahmen in der Sanierung.
Luftwechselrate
Anzahl Luftaustausche pro Stunde, Kennzahl der Lüftungsplanung.
Blower Door Test
Druckdifferenzverfahren zur Messung der Gebäudeluftdichtheit nach DIN EN 13829.
Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln
Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Lüftungskonzept nach DIN 1946-6, Feuchteschutz, Reduziert- und Nennlüftung sowie nach DIN EN 16798-3 für Nichtwohngebäude.
Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 9. Juni 2026.
Recherche und Textentwurf werden durch KI-Werkzeuge unterstützt, jede Seite wird vor Veröffentlichung von Burak gegen die genannten Quellen geprüft. Zahlen, Paragrafen und Normen werden bei jeder Aktualisierung gegen die Originalquelle abgeglichen.
Diese Seite ist redaktioneller Ratgeberinhalt, keine Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte gelten Lüftungstechnische Normen und GEG sowie Aussagen Ihrer Sachverständigen.